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"Bei der komplexen Herausforderung, unsere Möbelproduktion FSC-zertifizieren zu lassen, ist uns Ulf Sonntag eine große Hilfe."

Matthias Krehl, Meyenburger Möbel

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Neue Version des PEFC Chain-of-Custody Standards veröffentlicht

Datum: 28.05.2013

Am 24. Mai 2013 wurde der überarbeitete PEFC Chain-of-Custody Standard veröffentlicht (PEFC ST 2002:2013). Dieser ist ab sofort gültig. Unternehmen, die sich erstmalig PEFC-zertifizieren lassen, sollten sich bereits nach diesem neuen Regelwerk auf die Zertifizierung vorbereiten. Handels- und Verarbeitungsbetriebe, die schon PEFC-zertifiziert sind, haben neun Monate Zeit, also bis zum 24. Februar 2014, um ihre Prozeduren an die neuen Anforderungen anzupassen.

Auslöser für die Überarbeitung des PEFC-COC-Standards war die am 3. März 2013 in Kraft getretene EU-Holzhandelsverordnung (EUTR). Diese verbietet das Inverkehrbringen von illegal geschlagenem Holz und daraus erzeugten Produkten auf dem europäischen Markt. Erstinverkehrbringer müssen einer Sorgfaltspflicht nachkommen, um das Risiko von illegal gehandeltem Holz zu minimieren. Der neue PEFC-COC-Standard soll zum einen sicherstellen, dass PEFC-zertifizierte Produkte im Sinne der EUTR als Niedrig-Risiko-Produkte angesehen werden können. Andererseits beinhaltet er ein Sorgfaltspflichtsystem (Due Diligence System, DDS), mit dem auch das Risiko nicht-PEFC-zertifizierter Produkte und Materialien bewertet und minimiert werden kann bzw. muss, wenn diese in PEFC-Produktgruppen verwendet werden.

An den grundsätzlichen Anforderungen an Handels- und Verarbeitungsunternehmen ändert sich durch den neuen PEFC-COC-Standard wenig, vor allem für diejenigen Unternehmen, die nach der Methode der physischen Materialtrennung zertifiziert sind (z. B. Händler, Druckereien). Sie werden jedoch verpflichtet, für PEFC-zertifizierte Materialien und Produkte Informationen zu Holzarten und Holzherkünften einzuholen, bzw. Zugriff darauf zu gewährleisten, unabhängig davon, ob sie im Sinne der EUTR Erstinverkehrbringer sind oder nicht. In jedem Fall müssen die betriebsinternen Prozeduren (Handbuch) an die neue Standardversion angepasst werden.

Unternehmen, die nach der Prozentsatzmethode nicht-PEFC-zertifizierte Materialien in PEFC-Produktgruppen einsetzen, müssen ihr Sorgfaltspflichtsystem anpassen. Im Falle des Einkaufs außerhalb der EU ist dies ohnehin erforderlich (gewesen), um den Anforderungen der EUTR gerecht zu werden. Mit dem neuen PEFC-COC-Standard steht eine praxistaugliche Anleitung zur Verfügung, um Holzquellen hinsichtlich des Risikos illegaler Quellen zu bewerten und dieses zu minimieren. Vor-Ort-Audits bei den Lieferanten sind nur noch erforderlich, wenn tatsächlich ein Risiko gesehen wird bzw. kein vernachlässigbares Risiko belegbar ist.

Um Material, welches hinsichtlich umstrittener Quellen kontrolliert wurde, als solches zu deklarieren, führt der PEFC den Begriff „PEFC Controlled Sources“ ein, analog dem vom FSC bekannten „Controlled Wood“. Allerdings darf bei PEFC kontrolliertes Material nicht nur an zertifizierte Unternehmen weiterverkauft werden, sondern uneingeschränkt, und es können sogar Endprodukte mit „PEFC Controlled Sources“ gekennzeichnet werden.

Darüber hinaus gab es keine wesentlichen Neuerungen. Auch die Anforderungen an Multi-Site bzw. Gruppenzertifizierung und die PEFC-Logorichtlinie wurden nicht verändert. Wir weisen darauf hin, dass die EUTR-Konformität der in der neuen Version des PEFC COC Standards beschriebenen Verfahren (noch) nicht von der EU bestätigt wurde.

Bei der Umsetzung der neuen PEFC-Anforderungen können Handels- und Verarbeitungsunternehmen mit Interesse an der Zertifizierung sowie bereits zertifizierte Unternehmen auf unsere Unterstützung zurückgreifen. Wir sind darauf spezialisiert, die technischen Zertifizierungsanforderungen verständlich zu kommunizieren und in der Praxis möglichst zielgerichtet, einfach und unbürokratisch umzusetzen.

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